Wandern: Königstour im Berner Oberland

Eiger, Mönch und Jungfrau vom Panoramaweg Schynige Platte

Unbestritten: Das Berner Oberland ist die Königsregion für Gipfelwanderer. Nicht umsonst steht hier die Wiege des Alpentourismus. Nicht umsonst gehören Interlaken, Lauterbrunnen, Grindelwald und Co. zu den Top-of-Europe-Destinationen, von denen vor allem Amerikaner, Inder und Koreaner angezogen werden. Im Hotel und im Restaurant wird man deshalb zuerst auf Englisch angesprochen. Aber das sollte einen keinesfalls davon abhalten, diese unglaubliche Region für sich zu entdecken. Denn während die Touristen aus aller Welt per Bahn das Jungfraujoch erobern oder gezielt den nächsten Uhrenladen ansteuern, hat man auf den schönsten Gipfeltouren viel Platz, um der Natur und der Wanderlust zu frönen.

Fantastisch: Route mit Dauerpanorama
Unbedingt empfehlenswert ist die Route Schynige Platte – Faulhorn – First (ca. 6 Stunden reine Gehzeit). Start: Wilderswil (Parkplatz am Bahnhof). Mit der Bahn eine Stunde steil bergauf zur Schynigen Platte. Am besten nimmt man die Bahn morgens um 8.05 Uhr. Dann ist man tatsächlich noch unter sich. Oben angekommen startet eine der schönsten Gipfeltouren des Landes. Tipp: Unbedingt den etwas längeren Panoramaweg statt der Standardroute wählen. Stundenlang darf man dann das ewig schneebedeckte 4000er-Panorama mit Eiger, Möch und Jungfraumassiv geniessen. Und wenn man sich sattgesehen hat, öffen sich auf der anderen Seite fantastische Blicke auf den stahlblauen Thuner- und der milchgrünen Brienzer See. Am tollsten ist die Rundumsicht vom 2069 Meter hohen Oberberghorn gleich im ersten Viertel der Tour. Ein abwechslungsreicher Gratweg mit üppig bunten Blumenwiesen, dann wieder Geröll, kleinen Ups and Downs führt – begleitet vom Pfeifen der Murmelis – weiter bis zum Faulhorn.

Die Tuba auf dem Panoramaweg.

Die Tuba auf dem Panoramaweg.

Der Weg ist nicht  schwierig aber lang und bei Sommersonne doch recht kräftezehrend. Zum Glück spenden die hohen Felswände zwischendurch immer wieder Schatten. Achtung: Hier oben kann es dann recht schnell kühl werden (auch im Sommer Jacke nicht vergessen). Zwischendrin gibt es für die Rast nur das sehr einfache aber schöne Männdlenen Berghaus (kein fliessendes Wasser und kein Schatten) oder das Faulhorn (2680m), das man aber nicht mehr unbedingt erklimmen muss. Ca. 20 Minuten lassen sich dadurch sparen. Denn das Schönste hat man jetzt ohnehin schon gesehen.

Am malerischen Bachalpsee.

Am malerischen Bachalpsee.

Erholen und geniessen am Bachsee
Nächstes Highlight ist der Bachsee, in dem sich bei Windstille die weissen Gipfel des Hochgebirges spiegeln (zum Beispiel das eindrückliche Schreckhorn). Der Bachsee (oder auch Bachalpsee) ist eines der meistfotografierten Tourismus-Sujets der Schweiz (siehe Flickr). Hier ist allerdings recht viel Ausflugsbetrieb, denn die Firstbahn ist nah, und da lässt es sich gemütlich die kurze Strecke zum See herüberwandern. Schön ist es hier trotzdem. Und erfrischend!

Schlusspunkt der Wanderung ist die grosse, moderne und perfekt ausgestattete Firsthütte. Hier lassen sich die Eindrücke der letzten Stunden bei einem kühlen Getränk auf der riesigen Aussichtsterrasse genüsslich verarbeiten. Mit der Gondel geht es dann gemächlich hinunter nach Grindelwald und von dort mit der Bahn zurück nach Wilderswil.

Infos
Alle Bahnfahrten (mit Halbtax): 34 CHF. Lesetipp: Rother Wanderführer: Berner Oberland Ost. Karte: Kompass Wanderkarte Nr. 84: Jungfrau-Region.

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Über swisslike

Hier blogge ich über alles, was ich Schweizliebhabern und Schweizneulingen ans Herz legen möchte: Wunderbare Wandertipps, Klettertouren für Einsteiger, besondere Genussempfehlungen ... Viel Spass!
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